Solarstrom einspeisen – Vergütung und Rückspeisung in der Schweiz

Lesezeit: ca. 8 Minuten | Kategorie: Wirtschaft

Wenn Ihre Solaranlage mehr Strom produziert, als Sie verbrauchen, wird der Überschuss automatisch ins Netz eingespeist. Dafür erhalten Sie eine Vergütung. Doch wie hoch ist diese, und wie funktioniert das System?

So funktioniert die Rückspeisung

Die Einspeisung geschieht automatisch über den bidirektionalen Stromzähler. Immer wenn die Produktion den Verbrauch übersteigt, fliesst Überschuss ins Netz. Der Smart Meter erfasst bezogenen und eingespeisten Strom für eine genaue Abrechnung. Die Netzbetreiber sind gesetzlich zur Abnahme und Vergütung verpflichtet.

Aktuelle Vergütungssätze

Die Rückspeisevergütung liegt typischerweise bei 5 bis 12 Rappen pro kWh – deutlich unter dem Bezugspreis von 20 bis 35 Rappen. Diese Differenz macht die Eigenverbrauchsoptimierung so sinnvoll. Einige Elektrizitätswerke bieten höhere Tarife für Ökostrom-Produkte.

Herkunftsnachweise (HKN)

Für jede produzierte kWh können Herkunftsnachweise ausgestellt und separat gehandelt werden. Der Erlös beträgt typischerweise 1 bis 3 Rappen pro kWh – ein kleiner Zusatzerlös.

Nettomessung

In der Schweiz wird per Nettomessung abgerechnet: Zu jedem Zeitpunkt wird die Differenz zwischen Produktion und Verbrauch ermittelt. Diese Methode ist für Anlagenbesitzer am fairsten.

Steuerliche Aspekte

Die Einspeisevergütung ist steuerpflichtig. Gleichzeitig sind die Investitionskosten in den meisten Kantonen steuerlich abzugsfähig. Die jährlichen Erträge müssen als Einkommen deklariert werden.

Fazit

Die Einspeisung trägt zur Wirtschaftlichkeit bei. Für maximale Rendite sollten Sie den Eigenverbrauch optimieren und die Einspeisung als willkommenen Zusatzerlös betrachten.

Jetzt Ihr Solarpotenzial entdecken

Berechnen Sie kostenlos, wie viel Solarstrom Ihr Dach produzieren kann.

Jetzt berechnen →