Viele fragen sich, ob eine Solaranlage im Schweizer Winter genügend Strom produziert. Die Winterproduktion ist besser als ihr Ruf – und die Kälte hat überraschende Vorteile.
Solarertrag im Winterhalbjahr
Etwa 65 bis 70 Prozent des Jahresertrags fallen zwischen April und September an. November bis Februar tragen nur 10 bis 15 Prozent bei. Gründe: kürzere Tage, tieferer Sonnenstand, häufigere Bewölkung und mögliche Schneebedeckung. Dennoch produziert eine gut ausgerichtete Anlage auch an bewölkten Wintertagen Strom.
Kälte als Vorteil
Solarmodule arbeiten bei kälteren Temperaturen effizienter. Pro Grad unter 25°C steigt die Leistung um 0,3 bis 0,5 Prozent. An klaren, kalten Wintertagen können Module kurzzeitig mehr Leistung erbringen als an heissen Sommertagen.
Schnee auf den Modulen
Schnee verhindert die Stromerzeugung fast vollständig, rutscht bei geneigten Dächern (ab 25 Grad) aber meist schnell ab. Manuelles Räumen wird nicht empfohlen – die Beschädigungsgefahr überwiegt den Ertragsverlust.
Reflexion durch Schnee
Schneebedeckte Flächen reflektieren Sonnenlicht und können den Ertrag schneefreier Module um 10 bis 20 Prozent erhöhen. Dieser Albedo-Effekt ist besonders in den Bergen ausgeprägt.
Winteroptimierung
Eine steilere Modulneigung (40-60 Grad) fängt den tieferen Sonnenstand besser ein. Die Standardneigung von 30 Grad ist ein guter Kompromiss für den Jahresertrag. Die Kombination mit einer Wärmepumpe ist im Winter besonders sinnvoll.
Fazit
Die Jahresbilanz ist entscheidend – und die fällt in der Schweiz überzeugend positiv aus. Kältebedingte Effizienz und Schneereflexion sind willkommene Winterboni.
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