Ökobilanz einer Solaranlage – Wie nachhaltig ist Photovoltaik?

Lesezeit: ca. 8 Minuten | Kategorie: Umwelt

Kritiker behaupten, die Herstellung verbrauche mehr Energie als die Module je erzeugen. Stimmt das? Wir beleuchten die Ökobilanz umfassend.

Energetische Amortisation

Die energetische Amortisationszeit liegt bei 1 bis 2 Jahren. Bei 25 bis 30 Jahren Lebensdauer produziert ein Modul 15- bis 30-mal mehr Energie als zur Herstellung nötig. In den 1990er-Jahren lag der Wert noch bei 6 bis 8 Jahren – effizientere Produktion hat die Bilanz massiv verbessert.

CO₂-Bilanz

Solarstrom: 20 bis 50 g CO₂/kWh. Erdgas: 400-500 g/kWh. Kohle: 800-1'000 g/kWh. Die Emissionen fallen fast ausschliesslich bei der Herstellung an – im Betrieb entstehen keine direkten Emissionen.

Rohstoffe

Silizium ist das zweithäufigste Element der Erdkruste. Aluminium und Glas sind reichlich verfügbar. Die Industrie arbeitet an der Reduktion kritischer Materialien wie Silber.

Recycling

Module bestehen zu über 85% aus Glas, Aluminium und Silizium – alles recycelbar. Spezialisierte Unternehmen gewinnen bis zu 95% der Materialien zurück. Die Kapazitäten werden für wachsende Mengen aufgebaut.

Flächenverbrauch

Dachinstallationen verbrauchen keine zusätzliche Fläche. Die Schweiz hat genügend Dachflächen, um einen Grossteil des Strombedarfs solar zu decken.

Fazit

Die Ökobilanz ist überzeugend positiv. Photovoltaik gehört zu den nachhaltigsten Stromerzeugungsformen überhaupt.

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