Der Eigenverbrauch ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit Ihrer Solaranlage. Je mehr Solarstrom Sie selbst nutzen, desto weniger teuren Netzstrom müssen Sie kaufen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen bewährte Strategien zur Optimierung.
Was bedeutet Eigenverbrauch?
Eigenverbrauch bezeichnet den Anteil des selbst produzierten Solarstroms, den Sie direkt im eigenen Haushalt verbrauchen. Ohne besondere Massnahmen liegt dieser Anteil bei etwa 25 bis 35 Prozent. Der Rest wird ins Netz eingespeist und zu einem deutlich tieferen Tarif vergütet. Die Differenz zwischen Bezugs- und Einspeisepreis macht die Optimierung finanziell so lohnend.
Verbrauch in die Sonnenstunden verlagern
Die einfachste Methode ist die zeitliche Verlagerung von Stromverbräuchen. Lassen Sie Waschmaschine und Geschirrspüler tagsüber laufen, wenn die Solaranlage produziert. Nutzen Sie Zeitschaltuhren oder Timer-Funktionen. Auch Kochen, Bügeln und Staubsaugen sollten Sie in die sonnenreichen Stunden legen. Diese Verhaltensänderungen können den Eigenverbrauch um 5 bis 10 Prozentpunkte steigern.
Wärmepumpe als thermischen Speicher nutzen
Wenn Sie eine Wärmepumpe besitzen, können Sie diese als thermischen Speicher nutzen. Die Wärmepumpe läuft vorwiegend tagsüber mit Solarstrom, die Wärme wird im Gebäude und Warmwasserspeicher gespeichert. Viele moderne Wärmepumpen lassen sich über die SG-Ready-Schnittstelle mit der Solaranlage koppeln und automatisch steuern.
Batteriespeicher einsetzen
Ein Batteriespeicher ist die effektivste Methode. Er speichert überschüssigen Solarstrom und gibt ihn abends und nachts ab. Mit einem passend dimensionierten Speicher steigt der Eigenverbrauch auf 60 bis 80 Prozent. Die Kosten liegen bei CHF 5'000 bis CHF 12'000 und haben sich deutlich reduziert.
Elektroauto mit Solarstrom laden
Ein Elektroauto ist ein hervorragender Verbraucher für überschüssigen Solarstrom. Mit einer intelligenten Wallbox laden Sie günstig mit eigenem Sonnenstrom. Bei 15'000 km Fahrleistung sparen Sie CHF 800 bis CHF 1'200 jährlich an Treibstoffkosten.
Smart-Home-Integration
Intelligente Energiemanagementsysteme überwachen Produktion und Verbrauch in Echtzeit. Sie steuern Verbraucher automatisch für maximalen Eigenverbrauch – vom Warmwasserboiler bis zur Wallbox.
Fazit
Durch die Kombination verschiedener Massnahmen können Sie Ihren Eigenverbrauch von 30 auf über 70 Prozent steigern. Beginnen Sie mit kostenlosen Verhaltensänderungen und investieren Sie schrittweise in Speicher und Smart-Home-Lösungen.
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